Der Ursprung des Surfens

Surfen History

die Geschichte des Surfens. Das Wellensurfen war in Hawai schon im 15. Jahrhundert ein weit verbreiteter Zeitvertrieb
– und noch viel mehr als das: Der Stammesführer zeigte sein Können auf Brettern aus
Holz und demonstrierte zeitgleich seine Macht. Auch wurden Wettkämpfe ausgetragen, die
dem Gewinner Anerkennung und Ruhm einbrachten. Anführer war jeweils, wer am besten
Surfen konnte, nicht zuletzt dank den besten Holzboards.

Polynesia map
Polynesia map

Die „Entdeckung“ des Surfens

Courtesy Bishop Museum Archive
Courtesy Bishop Museum Archive

Im Jahr 1778 wurde das Surfen von Wellen durch den Britischen Seemann James Cook
das erste Mal in einem Logbuch festgehalten. Damit gilt er als erster Westlicher, welcher
nachweislich mit dieser aussergewöhnlichen Betätigung in Kontakt gekommen ist.

Die Zeit des Kolonialismus

Nach diesem ersten interkulturellen Kontakt wurde Hawai zur attraktiven Destination für Kapitäne, Abenteurer, Missionare und Plünderer. Dies brachte neue Technologien, Sprachen, unterschiedliche Gottesbilder, Laster und Krankheiten ins einstige Surfparadies.
Das Reiten von Wellen galt plötzlich als unsittliches Unterfangen und wurde verboten, da es mehrheitlich nackt praktiziert wurde. Für über 150 Jahre rückte das Surfen in den Hintergrund und drohte beine zu verschwinden.

 

Courtesy bishop museum archive 1890
1st known photo of a surfer in 1890

In 1893, some of the 40 000 Hawaiians that remained tried to resist to an illegal overthrow of the Hawaiian monarchy by a coalition of businessmen, plantation owners and missionaries, assisted by U.S. marines. The Hawaiians, leaded by Queen Lili’uokalani claims to maintain Hawai’i as a sovereign nation under Hawaiian control, but she’s been jailed. In 1898, the United States annexed Hawai’i as a territory.

The rebirth of surf

Wiedergeburt des Surfens In den 1910er Jahre führte eine heldenhafte Rettung zur Wiedergeburts dieses Sports: Der Hawaiianische Schwimmer Kahanamoku, welcher mehrere Olympiade-Medaillen gewann, rettete im Jahre 1925 mit seinem Surfboard mehrere gekenterte Fischer vor dem sicheren Tod. Mittels seines Boards konnte er Fischer sicher an den Strand paddeln. Eine Heldenaktion mit positiven Folgen: Von nun an benutzten die U.S. Rettungsschwimmer Surfboards für die Rettung – Surfen wurde plötzlich zum Heldenattribut.

Duke_Kahanamoku_1912

Die Verbreitung des Surfens

Diese Heldentat verschaffte dem Surfen also neuen Auftrieb: Keine 4 Jahre später schien es so wichtig geworden zu sein, dass zum ersten Mal der Ritt (von Lewis Rosenberg) auf einer Welle sogar mit Kamera festgehalten wurde.

Lewis Rosenberg 1929

Surfen in der Nachkriegszeit

Nach dem 2. Weltkrieg löste Süd Kalifornien Hawaii als Surf Mekka ab. Neue Materialien wurden eingesetzt, die Designs verbessert und Techniken für einen besseren Ritt entworfen. So wurden zum Beispiel Longboards wurden mit Glasfasern produziert. Dies hatte durchaus Einfluss auf die Art des Surfen: Bottom Turns, Cutbacks und Nose-Riding gehörten zum neuen Surfstyle.

 

oneill since 1952

 

Eine neue Surfindustrie entwickelte sich aus Surf-Filmen, Surf-Shops, Surf-Magazinen — und Jack O’Neill brachte den ersten Wetsuit auf den Markt. Surfer genossen zu dieser Zeit den gleichen Ruf wie Biker und wurden zum Teil sogar als soziales Problem bezeichnet.
Dennoch — oder vielleicht gerade deshalb — stieg die Beliebtheit dieses Surfsports stetig an.

Nat Young 1966 World Championship Ocean Beach, San Diego
Nat Young 1966 World Championship Ocean Beach, San Diego

In den 60er Jahren wurden schliesslich Shortboards entwickelt und erste Wettkämpfe abgehalten. Surfen galt plötzlich als Kunstform, sein Ruf schien rehabilitiert und die
Entstehung von professionellen Surfwettkampftouren rund um den Globus führte in den 70er Jahren zur ersten grosse Blütezeit.

Der ökonomische Surfboom in den 80ern

billabong

Hippe Sportbrands wie Quicksilver, Gotcha und Billabong führten in den späten 80ern zu einem zweiten Surfboom und machten das ökonomische Potential deutlich. So veröffentlichte das Wall Street Journal schliesslich, dass das Surfbusiness zu einer Milliardenschweren Industrie geworden ist.

Die 90er im Zeichen des Big Wave Surfens

Laird Hamilton at Teahupo’o

In den frühen 90ern sorgte das Big Wave Surfen für neue Aufmerksamkeit. Da diese anfänglich über 10 Meter hohen Wellen nicht mehr mit menschlicher Kraft anzupaddeln waren, wurden Jetskis eingesetzt, die mutige Surfer in die Wellen zogen. Ende der 90er wurden bis zu 20 Meter hohe Wellen gesurft.

2008 wurde eine Legende geboren

ASP World Tour. Billabong Pro, Mundaka, 29 Sept – 12 Oct 2008, Basque Country, Spain, Sopolana

Heute erfreuen sich gerade Live-Übertragungen von Surfwettkämpfen im Internet von grosser Beliebtheit und zeigt das grosse Interesse an diesem aussergewöhnlichen Sport. Kelly Slater gehört mit seinen 8 Weltmeistertiteln bis heute zu einem der erfolgreichsten Surf Pros im Surfuniversum, dass laut Schätzungen mittlerweile rund 5 Millionen Surfverrückte beherbergt.